Maibaumsetzen der Zimmererinnung Dresden

Ein fester Termin im Jahreskalender

Auch in diesem Jahr fand das  Maibaumsetzen der Dresdner Zimmererinnung zur Eröffnung des Frühlingsmarktes auf den Dresdner Altmarkt statt. Damit ist es nun schon fester Bestandteil der Jahresplanung. Jahr für Jahr gestalten Dresdens Zimmerer das traditionelle Event. Die hervorragende Organisation zeugt von einer guten Zusammenarbeit der Innung mit der Stadt Dresden. Dieser Höhepungt zu Beginn der Markttage ist bei den Dresdner Bürgern und ihren Gästen sehr beliebt. Das Setzen des Maibaumes mit Muskelkraft zeugt von der Einigkeit der Zimmerer. Die Tanzgruppe der Technischen Universität Dresden übernimmt das Schmücken des Symbols des Lebens. Es steht für Wachstum, Fruchtbarkeit und Standhaftigkeit. Der zum überziehen des Stammes mit Stoffstreifen genutzte Bändertanz wird von dresdner Blechbläsern begleitet. Nach Abschluss der Veranstaltung wird für alle Beteiligten von der Gaststätte “Augustiner an der Frauenkirche” Freibier ausgeschenkt.

Impressionen von dieser gelungenen Veranstaltung.

Neues Domizil für die Dresdner

Ein Höhepunkt war in diesem Jahr die Übergabe des Gebäudes “Zum Schießhaus 19” durch den Oberbürgermeister der Stadt Dresden. Die Kreishandwerkschaft Dresden erhielt 1994 einen Erbbauvertrag über 66 Jahre und im Erdgeschoß entstand eine Gaststätte. Das Schießhaus Dresden  wurde im Dezember 1996 wiedereröffnet. Es gehört heute zu den ältesten noch erhaltenen barocken Bauwerken der Landeshauptstadt. Seit 2017 dient das Dresdner Schießhaus der  Zimmererinnung Dresden als neues zu Hause.

Historisches zum Schießhaus

Zur Eröffnung des 1554 auf Kosten der Stadt errichtete Gebäudes lies der Kurfürst August ein Schießen abhalten und gewann den Wettbewerb. Im 30 jährigen Krieg wurde es als Spital genutzt und fast völlig ruiniert. Auf einen von Kurfürst Johann Georg II. 1656 an den Stadtrat ergangenen Befehl hin, wurde dass Haus ab 1657 wieder aufgebaut und bereits im April 1658 wieder in Betrieb genommen. Im Siebenjährigen Krieg wurde das wiederum bereits baufällige Schießhaus völlig unbrauchbar. Die Schützengesellschaft stellte deshalb den Antrag, ein neues Haus erbauen zu dürfen. Das Gesuch wurde genehmigt und der Bau begann 1766.  1768 wurde der Bau vollendet und am 31. Oktober mit einer großen Feierlichkeit eingeweiht.  Die Kosten betrugen damals 1512 Taler und 20 Groschen und gingen zu Lasten der Stadtkasse. 1842 fanden erneut große Umbauten statt und am 14. Februar 1873 wurde die Benutzung des Schießhauses als Schießstand eingestellt. In den 30-iger Jahren erfolgte nach verschiedenen Nutzungen eine umfassende Rekonstruktion. In den Bombennächte von Dresden im Februar 1945 wurde das Gebäude wie durch ein Wunder verschont. Bis zur Wiedervereinigung diente das Schießhaus mehreren Unternehmen und Institutionen als Domizil. Erst 1993 erfolgte eine Notsicherung durch das Amt für Denkmalpflege.